Natascha Kampusch
               
Natascha Kampusch wurde bekannt durch ihre
Entführung im Jahr 1998 und durch ihre Flucht und ihr 
spektakuläres Wiederauftauchen im Jahr 2006 nach achteinhalb Jahren
Gefangenschaft. Acht Jahre, in denen sie großteils in einem finsteren,
fensterlosen Kellerverlies eingesperrt war, ohne Kontakt zur Außenwelt und zu
anderen Menschen - und dabei der Willkür eines gewalttätigen, grausamen
und psychisch kranken und paranoiden Mannes hilflos ausgeliefert. 
Man würde annehmen, dass ein Kind, das so etwas erlebt (Natascha war zum
Zeitpunkt ihrer Entführung zehn Jahre alt), die größten psychischen, geistigen
und auch physischen Schäden davontragen würde. Doch das Unglaubliche ist,
dass Natascha Kampusch diese qualvollen Jahre der Gefangenschaft, in der sie
unvorstellbaren Lebensbedingungen und auch schwersten Misshandlungen
ausgesetzt war, scheinbar ohne größere psychischen und physischen Schäden
überstanden hat. 
Wie ist so etwas möglich? Über welche außergewöhnlichen Fähigkeiten und
Eigenschaften verfügt diese junge Frau, dass sie an einem solch schrecklichen
Schicksal nicht zerbricht und trotz allem „normal“ geblieben ist ?! Ja, mehr
noch: Natascha Kampusch hat sich zu einer hübschen, feinfühligen,
selbstbewussten und sozial engagierten jungen Frau entwickelt, die genau
weiß, was sie will.
Vielleicht kann uns die Astrologie, das Geburtshoroskop, darüber Auskunft
geben. Doch vorher möchte ich nochmals den „Fall Natascha Kampusch“  und
ihr bisheriges Leben kurz Revue passieren lassen:
Natascha Kampusch wurde am 17. Februar 1988 in Wien als Tochter der
gelernten Schneiderin Brigitta Sirny (geborene Kampusch) und des
Bäckermeisters Ludwig Koch geboren. Ihre Eltern waren nicht verheiratet und
beendeten ihre Beziehung, als Natascha fünf Jahre alt war.
Kurz vor ihrer Entführung besuchte Natascha die vierte Klasse der Volksschule.
Am 2. März 1998  wurde sie auf dem Weg zur Schule von dem arbeitslosen
Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil entführt.  Er zerrte sie in seinen
weißen Kleinbus und brachte sie in sein Einfamilienhaus in Strasshof  (einem
kleinen Ort am Rande von Wien).  Dort hielt er sie im Keller (in einer Montage-
grube unter der Garage) gefangen. Die Grube war mit einer schalldichten
Tresortür verschlossen. Der kleine, fensterlose Raum, in dem Natascha über
acht Jahre gefangen gehalten wurde, war ca. 1,80 m breit, 2,50 m lang und
2,40 m hoch, siehe Details ...
Der Entführer kam unter der Woche meist zweimal, in der Früh und am Abend
oder zu Mittag, ins Verlies. Am Wochenende jedoch war sie immer alleine und
mußte sich von Fertiggerichten ernähren, die ihr Priklopil brachte. Einige
Wochen nach der Entführung bekam Natascha auch einen Computer,
Fernseher und einen Videorecorder, mit dem sie Filme schauen konnte, die ihr
Priklopil brachte. Auch Bücher und Computerspiele bekam sie von ihm. Und
später brachte ihr Priklopil auch ein Radio (mit dem sie allerdings keine
deutschsprachigen Sender empfangen konnte) sowie einen Walkman: „Wenn
am Abend das Licht ausging, musste ich nun nicht mehr allein mit meiner Angst im
Dunkeln liegen, sondern konnte – solange die Batterien reichten – Musik hören. Wieder
und wieder die gleichen Stücke.“ (3096 Tage“, S.106)
Die wichtigsten Hilfsmittel gegen die Langeweile und das Verrücktwerden
waren jedoch für Natascha die Bücher: „Die Romane katapultierten mich in eine
andere Welt und nahmen meine Aufmerksamkeit so gefangen, dass ich über Stunden
vergaß, wo ich war. Und genau das war es, was mir das Lesen so überlebenswichtig
machte. Während ich mir mit Fernsehen und Radio die Illusion von Gesellschaft ins
Verlies holte, konnte ich es beim Lesen gedanklich für Stunden verlassen.“ (3096 Tage“,
S.107)
Wahrscheinlich war es diesem Umstand, dass der Entführer ihr Bücher und
Filme gab, großteils zu verdanken, dass Natascha Kampusch durch diese
Gefangenschaft trotz allem keinen größeren geistigen Schaden davontrug. 
Doch Priklopil wusste, wie sehr sie vom Nachschub an Filmen, Musik und
Lesestoff abhängig war  - und gebrauchte dies immer öfter als Druckmittel, um
sie gefügig zu machen und zu strafen, wenn sie wieder mal nicht „brav“ war. 
So begann er sie nach einigen Montaten immer stärker zu kontrollieren und zu
unterdrücken. Er betrachtete sie offentsichtlich als seinen “Besitz”, sein
“Geschöpf”, das sich ganz so verhalten und sein sollte, wie er wollte. Mit
anderen Worten: er wollte die totale Macht über sein Opfer, siehe Details ...
Und er wollte ihr sogar ihre Identität nehmen. Ein Jahr nach der Entführung
verbot Priklopil Natascha über ihre Eltern zu reden oder die Schule oder
sonstige Geschehnisse aus ihrem “früheren Leben” zu erwähnen: ”Ich habe dich
gerettet. Du gehörst jetzt mir”, sagte er immer wieder”. Oder: “Du hast keine Familie
mehr. Ich bin deine Familie. Ich bin dein Vater, deine Mutter, deine Oma und deine
Schwester. Ich bin jetzt alles für dich. Du hast keine Vergangenheit mehr”, bläute er mir
ein. “Du hast es so viel besser bei mir. Du hast Glück, dass ich dich aufgenommen habe
und mich so gut um dich kümmere. Du gehörst mir. Ich habe dich erschaffen.” (”3096
Tage”, S.144)  Und schließlich durfte sie nicht einmal mehr ihren “alten” Namen
behalten, er gab ihr einen neuen Namen: aus Natascha wurde “Bibiane”.
Doch es gelang Priklopil nie - auch nicht mittels schlimmster Mißhandlungen -
Nataschas Willen und Persönlichkeit vollkommen zu brechen. Sie gab sich nie
ganz auf, auch wenn das oft sehr schwer war. Als er von ihr forderte, ihn mit
“Maestro” anzureden, weigerte sie sich. Und sie nannte ihn auch nie “Gebieter”
und kniete sich nie vor ihm nieder, wie er das immer wieder verlangte, auch
wenn sie für ihren “Ungehorsam” jedesmal bezahlen mußte, siehe Details ...  
Mit 12 Jahren kam Natascha in die Pupertät, sie bekam die erste
Monatsblutung. Damit veränderte sich das Verhalten Priklopils zu ihr deutlich,
sie musste ihm nun zu Diensten sein und unter strenger Aufsicht Arbeiten im
und am Haus übernehmen: „Ich stand nun unter andauernder Beobachtung. Ich
durfte keinen einzigen Schritt tun, ohne dass er mir vorher befohlen wurde. Ich musste so
stehen, sitzen oder gehen, wie der Täter es wollte. Ich musste fragen, wenn ich aufstehen
oder mich sitzen wollte, bevor ich den Kopf drehte oder die Hand ausstreckte. Er schrieb
mir vor, wohin ich den Blick richten durfte, und er begleitete mich selbst auf die Toilette.
Ich weiß nicht, was  schlimmer war. Die Zeit allein im Verlies oder die Zeit, in der ich
keine Sekunde mehr allein war.“ (”3096 ‘Tage”, S.153)
In dieser Zeit begann Priklopil sein Opfer auch systematisch zu mißhandeln.
Tritte, Fausthiebe, Schläge, Beschimpfungen und die verschiedensten
Demütigungen gehörten zur Tagesordnung. So mußte Natascha in der Regel 
halbnackt die Hausarbeit verrichten - wahrscheinlich auch deswegen, um eine
Flucht ihrerseits zu verhindern oder zu erschweren.
Als Priklopil begann sein Haus zu renovieren, war Natascha seine Hilfsarbei-
terin, Sklavin und Leibeigene in einer Person und er zwang sie Dinge zu tun,
die ihre Kraft bei weitem überstieg: “Ich schleppte mit ihm zusammen Marmor-
platten und schwere Türblätter, zerrte Zementsäcke über den Boden, stemmte Beton mit
Stemmeisen und Vorschlaghammer auf. Wir bauten die Gaube ein, dämmten und
verschalten die Wände, trugen Estrich auf. Wir verlegten Heizungsrohre und Stromkabel,
verputzten die Rigipsplatten, schlugen einen Durchbruch vom ersten Stock in das neue
Dachgeschoss und bauten einen Treppenaufgang mit Marmorfliesen. (...) Ich mußte 
schleppen helfen, Werkzeuge reichen, schaben, stemmen, malen. Oder auch stundenlang
regungslos die Schüssel mit der Spachtelmasse halten, während er die Wände glattsrich.
Wenn er eine Pause machte und sich setzte, musste ich ihn mit Getränken versorgen.”
(”3096 ‘Tage”, S.157) 
Dabei befand sich Natascha meist in einem geschwächten, hungrigen Zustand,
da Priklopil nun auch ihr Essen rationierte und sie, wenn sie nicht so “brav”
oder “gefügig” war, wie er das wünschte, auch systematisch hungern ließ. Und
einige Male trieb er es so weit, dass sie fast verhungerte, siehe Details ...  
Die letzten zwei Jahre in Gefangenschaft waren die Schrecklichsten. Mit 16
Jahren wog Natascha bei einer Größe von 1,57 m nur noch 38 Kilo. “Der Täter
hatte jedes Maß verloren und hielt mir immer noch vor, ich sei viel zu dick. Und ich
glaubte ihm. Heute weiß ich, dass mein Body-Mass-Index damals 14,8 betrug. Die
Weltgesundheitsorganisation hat einen Body-Mass-Index von 15 als Schwelle zu einem
drohenden Hungertod festgesetzt. Ich lag damals darunter.” (”3096 ‘Tage”, S.205)
Natascha war aufmüpfig, “sie wollte ihm nicht die willenlose Marionette sein,
die er sich vielleicht erträumt hatte”. Gleichzeitig wurde sie immer depressiver
- was sie einige Male sogar dazu trieb zu versuchen, sich das Leben zu
nehmen. Doch der Überlebenswille siegte doch jedes Mal im letzten Augenlick.
Priklopil fing an, von einem “gemeinsamen Leben” zu sprechen, doch
gleichzeitig wurde er immer paranoider und unberechenbarer. Es war eine
Phase, “in der ich zwischen Depressionen und Selbstmordgedanken auf der einen Seite
und der Überzeugung schwankte, dass ich leben wollte und alles bald ein gutes Ende
nehmen würde. Und eine Phase, in der er damit rang, seine schweren Übergriffe im
Alltag mit dem Traum von einem “normalen Zusammenleben “ in Gleichklang zu
bringen. Was ihm immer schlechter gelang und ihn quälte.  (....) Es muss ihm damals
endgültig klargeworden sein, dass er nicht nur mein Leben an seins, sondern auch sein
Leben an meins gekettet hatte. Und dass jeder Versuch, diese Ketten zu lösen, für einen
von uns tödlich enden würde.”(”3096 ‘Tage”, S.198)
Priklopil begann nun, sie einige Male in die “Außenwelt” mit zu nehmen. So
machten sie zum Beispiel einen “Ausflug” zum “Baumarkt” oder in ein
Shopping-Center, und er ließ sie immer öfter im Garten arbeiten. Als Priklopil
sah, dass seine massiven Drohungen und Einschüchterungen (”wenn du fliehst
bringe ich dich und auch alle anderen, die dir helfen, um”) wirkten und sich Natascha
bei diesen Ausflügen fügsam und ängstlich verhielt, nahm er sie sogar auch
einmal zum Skifahren mit.
Gleichzeitig nahmen die Mißhandlungen zu. Um dem immer stärker werdenden
Sog des Aufgebens zu widerstehen, begann Natascha sich selbst kleine
Botschaften der Ermutigung zu schreiben und sie begann die Misshandlungen 
schriftlich festzuhalten, siehe Details ...
Wie kann ein Mensch - noch dazu ein Kind/eine Jugendliche  - , der jahrelang
täglich solchen unvorstellbaren Qualen und Gewalttätigkeiten ausgesetzt ist,
dies physisch und psychisch überleben ohne daran zu zerbrechen? Wie dies in
solchen Fällen -  wenn Menschen unerträglichen Grausamkeiten ohnmächtig
ausgeliefert sind -  oft vorkommt, setzte auch bei  Natascha ein psychischer
Überlebensmechanismus ein, der es ermöglichte, dass sie diese Erlebnisse von
sich abspaltete, siehe Details ...
Dennoch grenzt es angesichts dieser Umstände fast an
ein Wunder, dass Natascha nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft die Kraft
fand, die Flucht zu ergreifen,  als sich eines Tages die Möglichkeit dazu bot.
Wahrscheinlich war das nur ihrer außerordentlich großen mentalen Stärke zu
verdanken. Und einem Pakt, den sie mit 12 Jahren in ihrer Vorstellung mit
ihrem “älteren Ich” geschlossen hatte. Dieser Pakt beinhaltete, dass ihr
“älteres Ich” sie mit 18 Jahren an der Hand nehmen und sie befreien würde,
siehe Details ...
Der Tag der Flucht und Befreiung kam am 23. August 2006, dem 3.096-igsten
Tag ihrer Gefangenschaft. Natascha war mit Priklopil im Garten, als sie für
einen Moment unbeaufsichtigt war, weil ihr Entführer kurz durch ein
Telefongespräch abgelenkt war. Zum ersten Mal seit achteinhalb Jahren bot
sich ihr die Möglichkeit zur Flucht - und Dank des “Vertrages mit ihrem älteren
Ich”, schaffte sie es tatsächlich -  trotz jahrelanger Unterdrückung, Mißhand-
lung, Demütigungen und Folter - diese einmalige Chance zu ergreifen .....,
siehe Details ...
Das “Wiederauftauchen” der seit über acht Jahren vermissten und bereits tot
geglaubten Natascha Kampusch, löste einen großen Medienrummel aus - und
als einige Wochen später die junge Frau ihr erstes Interview im Fernsehen
gab, war das Interesse immens - allein in Österreich saßen fast 3 Millionen
Zuschauer (das sind 80 % Marktanteil des ORF) vor dem Bildschirm. Und was
sie sahen, sorgte für Erstaunen -  denn zu sehen war nicht ein gebrochener
Mensch, gezeichnet von der jahrelangen Gefangenschaft, Mißhandlung und
Unterdrückung, sondern ein hübsches, intelligentes und sensibles junges
Mädchen, das sich - abgesehen von kleineren Konzentrations- und Ausdrucks-
störungen und einer etwas eigenartigen Sprechweise - gut und verständlich
mitzuteilen vermochte.
Vier Jahre später, im September 2010, erschien ihre Autobiographie
“3096 Tage”, die in Österreich und Deutschland ein Bestseller
wurde. 2011 wurde ihr Buch darüber hinaus mit dem Buchliebling-
Preis ausgezeichnet.   
Doch Natascha Kampusch bekam nicht nur Anerkennung. Sie mußte
auch die Erfahrung machen, dass ihr (die so viel erleiden mußte)
nicht immer nur Verständnis, Mitgefühl und Wohlwollen entgegen-
gebracht wurde. Anscheinend mißfiel es manchen Menschen, dass
sie nicht das “gebrochene Opfer” war, das alle erwartet hatten,
sondern eine selbstbewußte junge Frau, siehe Details ...
Und es gab auch Menschen, die nicht verstehen
konnten, dass Natascha Wolfgang Priklopil nicht hasste
oder aufs Schärfste verurteilte, sondern ihm sogar ein gewisses Verständnis
entgegenbrachte, ja sogar Mitgefühl und Empathie für ihn erkennen ließ,    
siehe Details ...
Dabei war es wahrscheinlich gerade diese ungemein große Fähigkeit
zum Verzeihen, die diese außergewöhnliche junge Frau davor bewahrt hat,
an ihrem schrecklichen Schicksal zu zerbrechen ...
Ein weiterer Grund, warum sich Natascha Kampusch nicht “unterkriegen” ließ,
war sicherlich auch, dass sie sich von Anfang an nicht einschüchtern ließ und
keine Angst vor dem Täter hatte. Sie war sich ihrer eigenen Stärke bewußt
und begegnete ihm - obwohl noch ein Kind! - auf “gleicher Augenhöhe”, suchte
das Gespräch mit ihm, “verhandelte” mit ihm und versuchte stets an sein
Gewissen und auch an seine Vernunft zu appellieren .... 
                      Horoskopdeutung
                 
                                  Wenden wir uns nun der Astrologie zu. Was sagt das
                                 Horoskop über Natascha Kampusch aus? Bestätigt es
                                 die Annahme, dass sie eine außergewöhnlich reife und
                                 starke Persönlichkeit ist und eine große Empathie-
                                 fähigkeit besitzt?  Und ist ihr schwieriges Schicksal
                                 auch im Geburtshoroskop erkennbar?
                      
                                 Natascha wurde am 17. Februar 1988, um 6.45 Uhr
                                 (Angabe ihrer Großmutter), bei Sonnenaufgang (und
                                 Neumond), in Wien geboren. Sonne und Mond sind also
                                 sehr stark gestellt (direkt am Aszendent), was auf ein
                                 großes Selbstbewußtsein und ein gefühlsbetontes,
spont     a                  spontanes und natürliches Wesen weist. Darüber hinaus
                                 sind Sonne und Mond harmonisch verbunden mit
                                 Jupiter, dem Planeten der “Liebe-Weisheit” und der
                             “emotionalen Intelligenz” sowie mit Chiron, dem “verwun-
                           deten Heiler”, was tatsächlich auf eine außergewöhnlich
                        große Liebesfähigkeit und großes Mitgefühl weist.
                
               Ebenfalls sehr stark gestellt sind aber auch der Schwarze Mond
           und Lilith (direkt am DC in Opposition zu Sonne, Mond, Merkur und
       Ceres) -  was sehr gut zu ihrer jahrelangen Gefangenschaft und
Unterdrückung passt, aber auch zu den Lieblosigkeiten und Zurückweisungen,
die sie als Kind von ihren Eltern bzw. ihrer Mutter (Schwarzer Mond Opp.Mond,
Quadrat Amor u.Psyche) erfahren hat. So wurde Natascha einerseits als
“Nachzüglerin” (ihre Mutter war bereits 38 Jahre alt und hatte schon zwei
erwachsene Töchter) zwar verwöhnt und stand oft im Mittelpunkt, andererseits
war ihre Mutter aber auch sehr streng -  Natascha bezeichnet sie in ihrer
Autobiographie als eine starke, aber auch etwas harte Frau, die dazu neigte, 
ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu unterdrücken, und dies auch von
ihrer kleinen Tochter erwartete.
So begann Nataschas Leidensweg eigentlich schon fünf Jahre vor ihrer
Entführung -  damals trennten sich ihre Eltern und plötzlich hatte niemand
mehr Zeit und Interesse für Natascha, was für sie -  die vorher eher verwöhnt
wurde - besonders schlimm war: “Für mich änderte sich mit der schrittweisen
Trennung meiner Eltern das ganze Leben. Statt umsorgt und umhegt zu werden, ließ man
mich links liegen. Meine Eltern stritten sich lautstark über Stunden hinweg. (...) Das
Gefühl der Verlassenheit, des Zurückgestoßen-Seins setzte sich tief in mir fest. Und es
begann eine Phase in meiner Kindheit, in der ich meinen Platz nicht mehr fand, in der ich
mich nicht länger geliebt fühlte. Aus einer selbstbewußten kleinen Person wurde nach
und nach ein unsicheres Mädchen, das aufhörte, seiner engsten Umgebung zu trauen”
(”3096 Tage, S.24 ff.) 
Und es begann für Natascha ein weiteres Problem, unter dem sie die nächsten 
Jahre sehr leiden sollte - sie wurde “vom frühreifen Kind, das schon sehr bald die
Windeln abgelegt hatte, zur Bettnässerin. Das Bettnässen wurde zu einem Stigma, das
mein Leben beeinträchtigte. Die nächtlichen nassen Flecken im Bett wurden zu einem
Quell unaufhörlicher Schelte und Spotts.” (”3096 Tage, S.27)
Vor allem verschlechterte sich nun sehr die Beziehung zu ihrer Mutter, die
selbst unter der Trennung von Nataschas Vater litt und für die darüber hinaus
das “Bettnässen” zu einer Quelle ständigen Ärgers wurde. So wurde auch die
Mutter immer aggressiver und unduldsamer - die kleine Natascha hingegen
fühlte sich total unverstanden und ungeliebt (Mond Opposition Schwarzer
Mond und Lilith, beide überdies im Quadrat zu Psyche und Amor). Dazu kam
eine alltägliche Form von Gewalt - eine Mischung aus verbaler Unterdrückung
und “klassischen” Ohrfeigen - , die Nataschas Selbstwertgefühl langsam
zerstörte (im Horoskop vor allem angezeigt von Pluto Konj.Amor im Quadrat
zu Merkur und Ceres), siehe Details ...   
Andererseits hatte ihr diese strenge Erziehung und die  frühen
Entbehrungen
später während ihrer langjährigen Gefangenschaft - als sie einer noch
extremeren Unterdrückung und sogar schweren Mißhandlungen und
Gewalttätigkeiten ausgesetzt war - wahrscheinlich geholfen, trotz allem
durchzuhalten und nicht “aufzugeben”. Und überdies sind in unserer
Gesellschaft die meisten Kinder an Unterdrückung und “Fremdbestimmung”
gewöhnt, siehe Details ...  
Es war aber sicher auch ihrem positiven, willensstarken Naturell und der
Fähigkeit zu einer außergewöhnlichen Selbstdisziplin zu verdanken, dass sie an
dieser Extremsituation nicht zerbrach - im Horoskop angezeigt durch die
harmonischen Aspekte von der Sonne zu Jupiter (im willensstarken Widder)
und zu Saturn, Uranus und Mars im Schützezeichen. Außerdem befinden sich
Mars, Jupiter, Uranus und Saturn am harmonischen Punkt zur Sonne/Mond
Oppostion Schwarzer Mond/Lilith. So war Natascha  während ihrer
Gefangenschaft (die teilweise einer Einzel- oder Isolierhaft gleichkam) fähig,
ihre Einsamkeit und ihre Ängste mit Hilfe einer Art selbst verordneten
“Beschäftigungstherapie” zu bekämpfen. So verbrachte sie (als Kind und
später als Jugendliche!!) oft viele Stunden damit, ihren kleinen “Raum” zu
putzen und rein zu halten, siehe Details ...  
Das Horoskop weist aber nicht nur auf eine sehr reife und starke Persönlichkeit
(Wassermann-Sonne, direkt am AC und harmonisch verbunden mit Saturn,
Jupiter, Mars und Uranus), sondern zeigt auch, wie bereits erwähnt, eine stark
ausgeprägte Empathie- und Liebesfähigkeit (stark betonter und harmonisch
bestrahlter Jupiter und Chiron zu Mond, Ceres und Sonne). In der Kindheit
wurde ihr diese mitfühlende, warmherzige Seite vor allem durch ihre geliebte
Großmutter vermittelt und teilweise auch durch ihren gefühlsbetonten Vater,
der - im Gegensatz zu ihrer Mutter - eher weich und nachgiebig war und gerne
mit seiner kleinen Tochter spielte, lachte und “kuschelte”.
So weisen diese Aspekte (Mond Konj.Sonne im Sextil zu Jupiter und Trigon zu
Chiron) auf ein offenes, warmherziges Wesen und eine wohlwollende,
liebevolle Einstellung gegenüber den Mitmenschen, die von Mitgefühl,
Verständnis, Güte und Toleranz geprägt ist. Und es war vor allem diese
außergewöhnlich große Empathie- und Liebesfähigkeit, die es Natascha
ermöglichte, in ihrem Entführer auch den (bedürftigen) Menschen zu sehen,
den Kontakt zu ihm zu suchen und teilweise sogar Zuneigung und Mitgefühl für
ihn zu empfinden.
Dazu muß man auch sagen, dass Priklopil auch eine weiche, liebesbedürftige
Seite besaß und sich vor allem am Anfang, teilweise auch fürsorglich verhielt
und offenbar das Vertrauen seines Opfers gewinnen wollte (unter anderem
indem er sich als  “Retter” zu präsentieren versuchte). Doch auch später, als
die dunkle, grausame Seite des Entführers immer mehr zum Vorschein kam,
hielt Natascha an ihrem teilweise positiven Bild und ihrem Mitleid und
Mitgefühl ihm gegenüber fest - ein Umstand, der ihr wahrscheinlich mehr als
alles andere ermöglichte, an dieser jahrelangen Gefangenschaft nicht zu
zerbrechen und Priklopil im Endeffekt zu verzeihen, siehe Details ...  
Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass im
Horoskop von Natascha Kampusch das Wassermannzeichen - das Zeichen des
neuen Zeitalters - sehr stark betont ist, in dem sich Sonne, Mond, der
Aszendent, Merkur und Ceres befinden. Wassermann-Geborene sind in der
Regel selbstbewußte und willensstarke Individuen, die unbeeinflußt von ihrer
Umgebung ihren Weg gehen. Dabei sind sie meist sehr sozial, tolerant und
sehr freiheits- und unabhängigkeitsliebend.
Viele Wassermann-Geborene sind Vorreiter für das nun beginnende neue
Zeitalter und sie haben Eigenschaften, die nun die gesamte Menschheit
entwickeln sollte - nämlich Selbstbewußtsein, ein intuitives/ganzheitliches
(Herz-)Denken, Streben nach Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstver-
wirklichung, vor allem aber die Fähigkeit zu bedingungsloser, universeller 
Liebe -  eine Liebe, die alle Menschen umfasst, in dem tiefen inneren Wissen,
dass wir alle miteinander verbunden und alle gleichermaßen “Kinder Gottes”
sind, und für die daher “Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit” keine leeren
Schlagworte sind. Ich denke, auch Natascha Kampusch hat in dieser Hinsicht
eine “Mission” (darauf deuten auch der stark betonte, positiv bestrahlte Jupiter,
Chiron und Uranus) und kann uns in dieser Hinsicht ein Vorbild sein. Denn
letzten Endes geht es jetzt - für jeden einzelnen, aber auch für die  gesamte
Menschheit - darum, sich aus Unterdrückung, Unfreiheit und Fremdbe-
stimmung zu befreien, die wir jahrhunderte- und jahrtausendelang erleiden
mußten (und eigentlich immer noch erfahren) ...  Natascha Kampusch ist aber
auch ein lebendes Beispiel für echte “Weiblichkeit”, denn die wahre “weibliche
Kraft” drückt sich in Mitgefühl und Empathie, in bedingungsloser Liebe und in
der Fähigkeit zum Verzeihen aus (wie ich das sehr ausführlich in meinem Buch “Im
Reich der Venus - das Prinzip der Liebe, Schönheit und Harmonie” dargelegt habe).   
Dass dieses “weibliche Prinzip” immer noch zum großen Teil unterdrückt und
nicht verstanden wird, zeigen die Kritik, das Unverständnis und die Angriffe,
denen diese bewundernswerte und außergewöhnliche junge Frau immer noch
bzw. schon wieder teilweise ausgesetzt ist, siehe Details ...  
Doch ich bin sicher, Natascha Kampusch wird sich (als eine
typische “Wassermann-Frau”) auch davon nicht “unter-
kriegen” lassen und ihren Weg gehen. Dass es ihr mit dem
sozialen Engagement ernst ist, hat sie übrigens bereits gezeigt: sie ermöglich-
te in Sri Lanka, einem der ärmsten Länder der Welt, den Bau eines Kinder-
krankenhaus, das im  Oktober 2011 feierlich eröffnet wurde - weitere Infos siehe
Am 11.Mai 2012 berichteten übrigens die österr.Zeitungen,
dass der “Fall Natascha Kampusch” nun doch nicht neu
aufgerollt wird ....  
©  Mai 2012 Elisa, alle Recht vorbehalten
    Natascha Kampusch bei
   ihrem ersten TV-Interview
  nach ihrer Flucht  (Sept.2006) 
   Natascha
   kurz vor ihrer
   Entführung
  
unten: die
   Vermissten-
   anzeige 
   der Entführer (Wolfgang
                 Priklopil)
    Natascha Kampusch bei
  ihrem ersten Fernsehauftritt
     am 6. September 2006 
        Horoskop Natascha Kampusch, geb. 17.2.1988,
                um 6.45 Uhr, in Wien/Österreich 
    zur Vergrößerung draufklicken ....
Natascha Kampusch in Sri Lanka