Whitney Houston (1963 - 2012)
                Sängerin und Schauspielerin
            
Am 11. Februar 2012 ist eine der größten Soul- und Popmusik-
sängerinnen der Welt gestorben. Mit über 170 Millionen verkauf-
ten Tonträgern und über 200 Gold-, Platin-, Silber-, und Diamant-
schallplatten sowie sechs Grammys gehörte Whitney Houston zu
den erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten. Weltweite Berühmtheit erlangte sie durch ihr
Schauspieldebut und die Hauptrolle im Film Bodyguard” und dem zum großen Teil von ihr
gesungenen Soundtrack The Bodyguard mit dem Lied I Will Always Love You”, ihrem
wetweit erfolgreichsten Song.
Doch ihr Leben war nicht nur von sagenhaftem Erfolg, sondern auch von großer Tragik und
einem tiefen Fall geprägt. Sie starb mit nur 48 Jahren unter rätselhaften Umständen und
wird wohl - ähnlich wie Michael Jackson (the “King of Pop”) oder Elvis Presly (the
“King of Rock’n Roll”) - mit ihrer unvergesslichen Musik und frühen Tod als Legende in die
Musikgeschichte eingehen. 
Whitney Elizabeth Houston wurde am 9. August 1963 in Newark/New Jersey -
einem kleinen Ort nahe New York -  geboren. Sie wuchs in einer berühmten und
hochmusikalischen Familie auf. Ihre Patentante war die Soul-Diva Aretha Franklin und
ihre Mutter Cissy Houston eine bekannte Gospel- und Backgroundsängerin mit einer
beeindruckenden Stimme. Auch ihre Cousinen Dee Dee Warwick und Dionne Warwick 
waren hervorragende Sängerinnen, siehe Details ...
Bereits als kleines Mädchen begleitete sie ihre Mutter zu den
großen Aufnahmestudios und sie sang auch mit ihr im Kirchenchor.
Dort hatte sie im Alter von 12 Jahren ihren ersten Soloauftritt. “Die Leute sind völlig
ausgeflippt”, erinnerte sich Whitney später, und viele waren zu Tränen gerührt. Von
diesem Tag an wußte Whitney, dass es ihre Bestimmung war, Sängerin zu werden: “Ich
wusste, das war es, was ich tun wollte. Gott hat mir eine Gabe verliehen, und die sollte ich
auch nutzen.”
Whitneys wuchs in einer liebevollen und kreativen Familienatmosphäre auf, die von
Gospelmusik und tiefer Gläubigkeit geprägt war. Ihre Eltern erkannten natürlich die außer-
gewöhnliche Begabung ihrer kleinen Tochter (ihr Stimmvolumen umfasste 3 Oktaven) und
förderten und unterstützten sie darin von Anfang an. Vor allem ihre Mutter, die über viel
Erfahrung in der Musikbranche verfügte, spielte in dieser Hinsicht eine besondere Rolle für
Whitney. Sie war für sie Beraterin und Freundin zugleich und brachte ihr alles bei, was sie
für ihren zukünftigen Beruf wissen mußte. Bereits als Teenager begleitete sie ihre Mutter
als Sängerin, wenn diese in Nachtclubs auftrat. Whitney wurde aber auch sehr streng
erzogen. Ihre Mutter legte viel Wert auf Disziplin und Gehorsam und duldete keinerlei
Widerspruch.  
Als Whitney im Teenageralter war, ließen sich ihre Eltern scheiden und sie kam auf eine
Mädchenschule, auf der ebenfalls viel Wert auf Disziplin gelegt wurde. Sie war damals eher
zurückgezogen und eine Einzelgängerin. Doch in den Ferien lernte sie ein Mädchen
kennen, mit dem sie eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte: Robyn Crawford.
Diese Beziehung war so eng, dass sie damals - und auch später von diversen Medien und
der Klatschpresse - immer wieder verdächtigt wurde, lesbisch zu sein (was von Whitney
jedoch stets heftig bestritten wurde).
Ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb Whitney Houston 1983 nach Beendigung der
Schule mit 18 Jahren mit der Firma Arista Records. Der Inhaber der Plattenfirma, Clive
Davis, war auf seinem Gebiet ein Genie und spielte ein wichtige Rolle bei ihrer
phänomenalen Karriere und ihrem Aufstieg zum Weltstar. Er war ihr Entdecker und blieb
lebenslang ihr wichtigster Förderer. Für ihr erstes Album engagierte er die besten
Produzenten und Songwriters und es erschien schließlich nach zweijähriger Produktionszeit
im Februar 1985. Der Aufwand hatte sich gelohnt, das Debütalbum “Whitney Houston” war
mit 13 Millionen allein in den USA verkauften Exemplaren eines der erfolgreichsten Debüts,
das je einer Künstlerin gelang. Drei der ausgekoppelten Singles erreichten die Spitze der
US-amerikanischen Charts. Außerdem erhielt Whitney für das Lied “Saving All My Love for
You” ihren ersten Grammy als beste Popsängerin. Auch international erreichte Whitney
Houstons Album Spitzenplätze und wurde unter anderem in Deutschland, Österreich und
im Vereinigten Königreich mit Platin und Mehrfach-Platin ausgezeichnet.
Mit ihrem zweiten Album “Whitney” etablierte sich die junge Sängerin als eine der
herausragenden neuen Künstlerinnen der 1980er Jahre. Mit dem Werk gelang es ihr 1987
als erster Sängerin überhaupt, direkt auf Platz eins der US-Billboard-Charts einzusteigen.
Der nächste Höhepunkt war 1988, als Whitney bei den NBC-Übertragungen der
Olympischen Spiele in Seoul, den Titelsong “One Moment in Time” vor Millionenpublikum
sang - was sie an die Spitze der deutschen und britischen Single-Charts brachte.
Und während sich die Vereinigten Staaten im Zweiten Golfkrieg befanden, sang Whitney
Houston im Januar 1991 die Nationalhymne während des Super Bowl XXV. Der Auftritt gilt
heute als eines der Schlüsselmomente ihrer Karriere. “Zeit Online” schrieb im Jahr 2009:
„Ihre Stimme wurde zum Nationalheiligtum der Reagan/Bush-Ära. Höhepunkt der
Vereinnahmung war ihr Auftritt beim Superbowl 1991, als sie im Sportanzug die
Nationalhymne sang.“
Absoluter Höhepunkt ihrer Karriere war aber sicherlich ihr Filmdebüt in “Bodyguard mit
Kevin Kostner als Filmpartner. Zum dazugehörigen Soundtrack steuerte sie sechs Lieder 
bei.  In dem Film spielt sie eine Sängerin, die sich in ihren Leibwächter verliebt. Die Liebe
der beiden bleibt jedoch letztendlich unerfüllt ... - eine ergreifende Liebesgeschichte, mit
der Whitney Houston die Herzen der Menschen tief berührte, wie der große Erfolg zeigte,
als der Film im November 1992 in die Kinos kam. Allein die Single I Will Always Love You 
hielt sich 14 Wochen an der Spitze der US-amerikanischen Charts. Das Album “The
Bodyguard” ist mit über 17 Millionen verkauften Eiheiten der mit Abstand erfolgreichste
Soundtrack in den USA und auch eines der erfolgreichsten Alben einer Sängerin.
Während der Dreharbeiten zu Bodyguard war Whitney übrigens tatsächlich verliebt: jedoch
nicht in Kevin Kostner (was wahrscheinlich viele Fans sehr gefreut hätte...), sondern in den
den (6 Jahre jüngeren) Rapper Bobby Brown (siehe Details ...) .  Die beiden gingen schon
einige Zeit miteinander aus, waren aber nach eigenen Aussagen nur gute Freunde. Doch
schließlich entdeckten die beiden, dass sie mehr füreinander empfanden - und im August
1991 fragte Bobby schließlich Whitney, ob sie ihn heiraten wollte.
Als die Verlobung publik wurde, waren Whitneys Freunde, Familie und
Fans entsetzt: Bobby war trotz seines jungen Alters bereits mehrfach wegen seines
gewalttätigen und ungebührlichen Verhaltens aufgefallen und auf und abseits der Bühne in
die Schlagzeilen geraten. Der erste Vorfall ereignte sich im Jänner 1989:  der 19jährige
Bobby wurde festgenommen, weil er bei einem Konzert auf der Bühne den Geschlechtsakt
simuliert hatte. Und als er Whitney kennenlernte, hatte er bereits drei uneheliche Kinder ...
Wie konnte die brave, anständige Whitney sich nur mit einem so berüchtigen “Bad Boy”
einlassen?!  Aber vielleicht faszinierte gerade diese wilde Seite die gut erzogene, immer
brave Whitney - eine Seite, die sie selbst nie zeigen durfte ...? In einem Interview im Time-
Magazin sagte sie: ”Die Leute halten mich immer für das kleine Fräulein Etepetete. Aber das bin
ich gar nicht. Ich habe gerne meinen Spaß. Ich habe eine richtig ruppige, dreckige Seite, und ich
kann auch ganz schön versaut sein. Bei Bobby habe ich gelernt, viel freier zu sein, viel lockerer,
nicht immer so kontrolliert.”
Und Bobby erklärte einem Reporter der Los Angeles Times: Schon möglich, dass ich ein Bad
Boy bin und sie das liebe Mädchen, aber wir lieben uns. So eine Liebe muss man um jeden Preis
festhalten. Man darf sich nicht davon abbringen lassen, ganz egal, was andere denken. Whitney
ist eine stolze schwarze Frau. Das hat mich von Anfang an fasziniert. Sie ist wunderschön, nicht
nur äußerlich, sondern auch innerlich. Nach einer Show zieht sie sich ein paar Jeans an und dann
geht’s ab bei uns.”
Die Hochzeit fand schließlich  am 18. Juli 1992 statt und war eines der
schillerndsten Ereignisse des Jahres. Anschließend fuhren die beiden
Jungvermählten nach Europa in die Flitterwochen, die ihnen ihre
Plattenfirmen bezahlt hatten. Am 4. März 1993 kam Töchterchen Bobbi
Kristina zur Welt.
Doch die Befürchtungen der Familie, Freunde und Fans von Whitney
sollten sich leider bewahrheiten. Bobby übte tatsächlich einen schlechten
Einfluss auf Whitney aus und aus dem braven, gut erzogenen Mädchen
wurde immer mehr eine launenhafte, exzentrische Diva. Und auch mit
ihrer Karriere ging es von nun an bergab.
Auch in der Ehe bgann es bald zu kriseln. Am 24. März 1994 kam es im Peninsula Hotel
in Beverly Hills zu einem heftigen Streit, in Folge dessen Whitney die Sicherheitskräfte rief
und behauptete, von Bobby Brown tätlich attackiert worden zu sein.  Am 21. September
1995 erschien eine Presseerklärung, in der es hieß, Whitney und Bobby hätten sich
offiziell getrennt. Fans, Freunde und Familie atmeten auf.  Doch leider war die Trennung
nur von kurzer Dauer - zwei Monate später war die beiden wieder zusammen.
Whitney hatte ihrem Ehemann anscheinend nochmals eine Chance gegeben - doch trotz
seiner großen Liebe zu ihr (wie er immer wieder beteuerte), schaffte er es nicht, seinen
Hang zur  Gewalttätigkeit in den Griff zu bekommen. Vor allem wenn er betrunken war,
wurde Bobby  gefährlich und unberechenbar.
Whitney konnte vorerst weiterhin von ihren bisherigen Erfolgen profitieren, bekam
mehrere  Auszeichnungen und wirkte bei drei erfolgreichen Filmen mit. So spielte sie
1995 die Hauptrolle in  “Warten auf Mr.Right” und 1996 in der Komödie “Rendezvous mit
einem Engel”.
Doch ab 1997 ging es mit der Sängerin steil bergab und auch ihre Eheprobleme wurden
immer offensichtlicher.  Im Juli 1997 kam es zu einem eigentümlichen Zwischenfall,
dessen genaueren  Umstände nie wirklich geklärt wurden. Das Ehepaar war mit einer
Yacht vor Capri unterwegs gewesen, als Whitney ins Capilupi-Krankehaus gebracht
wurde, wo ihr eine fünf Zentimeter lange Schnittwunde auf der Wange genäht werden
mußte. Und bei einem Live-Konzert am 5.Oktober desselben Jahres wirkte Whitney
“zugedröhnt”  und hatte Mühe , ihre Songs zu singen und den richtigen Ton zu treffen.
Ab der Jahrtausendwende wurde es immer offensichtlicher, dass Whitney Houston ein
Drogenproblem hatte. Im Jänner 2000 wurde bei einem Heimflug von Hawaii, wo Whitney
und Bobby den Jahreswechsel verbracht hatten, bei Whitney bei der Sicherheitskontrolle
fünfzehn Gramm Marihuana gefunden. Auch bei der Generalprobe zur Oscar-Verleihung
am 26.März 2000 wirkte die einstige Pop-Königin verwirrt und “völlig zugedröhnt”. Ein
Augenzeuge berichtete später: “Sie tigerte im Backstage-Bereich auf und ab und wurde
sichtlich immer nervöser. Sie schwitzte stark, und ihre Halsmuskeln zuckten. Es sah fast so aus,
als ob Whitney nach einer Zeit des Drogenmissbrauchs auf Entzug war. Dann begann sie ganz
leise vor sich hin zu singen, aber ihre Stimme brach, und sie konnte sich nicht mehr an die Texte
erinnern. Sie sah aus, als sei sie komplett drauf oder besoffen, und so benahm sie sich auch.”
Das war der Anfang ihres völligen Absturzes. Den absoluten Tiefpunkt erreichte dieser im
Jahr 2005 mit der Reality-Show “Being Bobby Brown” , bei der das Skandal-Ehepaar von
den Kameras rund um die Uhr beobachtet wurden, wobei für die später im Fernsehen
gezeigte Serie natürlich die schockierendsten Szenen verwendet wurden. Diese wurde
schließlich im August 2005 in den USA ausgestrahlt. Die Zuschauer waren geschockt von
dem, was sie da sahen - aus der einst so schönen, unschuldigen Whitney war eine
zugedröhnte, ordinäre, abgehalfterte Drogensüchtige geworden. Und es sah aus, als wäre
es mit der Karriere der einstigen Pop-Diva endgültig und für immer vorbei.
Im August 2006 berichteten die Zeitungen, dass Bobby eine Affäre mit einer anderen Frau
hat.  Obwohl er das weder bestätigte noch bestritt, schien es im Hause Brown ein paar
ernste Probleme zu geben. Doch die Sache hatte auch etwas Gutes: Whitney fand
endlich die Kraft, dieser zerstörerischen Beziehung ein Ende zu setzen und sich von
ihrem gewalttätigen Ehemann, der sie letztendlich in den Drogensumpf reingezogen hatte,
zu trennen. Am 8. September 2006 reichte sie die Scheidung ein.
Kurze Zeit später, im Oktober 2006, sah man Whitney Houston am Arm von Clive Davis, 
ihrem einstigen Entdecker und Förderer, bei der Verleihung der Ella Awards. Whitney
wirkte bei diesem Auftritt wie verwandelt. Offenbar hatte sie eine Entziehungskur hinter
sich, einige Kilos zugenommen und sah so gut aus, wie schon lange nicht mehr.  Clive
Davis verkündete an diesem Abend offiziell, dass er und Whitney bereits begonnen
hatten, an einem Comeback-Album zu arbeiten.
2007 wurde die Scheidung von Bobby offiziell. Im April bekam Whitney das Sorgerecht für
ihre Tochter Bobbi Kristina zugesprochen. Am 31. August 2009 erschien das mit großer
Spannung erwartete neue Album der Ausnahmesängerin “I Look To You”. Es wurde ein
großer Erfolg und schaffte es in den amerikanischen, deutschen und auch in anderen
Ländern in den Album-Charts auf den ersten Platz. Was niemand mehr für möglich
gehalten hatte, traf ein: die Pop-Diva war zurück - zwar älter, aber auch gereifter und mit
demselben Charisma und der starken Ausstrahlung wie früher.
             Es schien, als sei Whitney Houston wieder voll zurück und endgültig  “über dem
             Berg”.  Doch die darauf folgende Welttournee im Jahr 2010 wurde eine große
             Enttäuschung: bei Live-Konzerten zeigte sich immer wieder, dass ihre 3-Oktaven-
             Stimme, mit der sie einst weltberühmt wurde, nicht mehr dieselbe war wie früher.
             Die Kritiken waren schlecht und die Fans enttäuscht. Auch die Drogensucht hatte
             sie noch nicht ganz überwunden.  Dazu kamen finanzielle Probleme - Whitney
             hatte ihr Millionenvermögen verloren und Schulden.
            
              Im Mai 2011 mußte sie neuerlich einen Entzug machen. Und am  11. Februar
             2012 kam schließlich das plötzliche und unerwartet frühe Ende: der Weltstar
              starb unter nicht ganz geklärten Umständen in der Badewanne einer Hotelsuite
              des “Beverly Hilton” in Los Angeles . Es wird angenommen, dass die
Todesursache ein Mix aus Beruhigungstabletten und Alkohol war. Whitney hatte den Tag
und die Nacht zuvor “durchgefeiert” und war gemäß Augenzeugenberichten “völlig
zugedröhnt”.  Warum? War ihr Leben so hoffnungslos geworden - oder nahm sie 
vielleicht die Beruhigungstabletten, weil sie panische Angst hatte zu versagen?
Am Abend sollte sie bei der Pre-Grammy-Party ihres Entdeckers und Mentors Clive Davis
singen. Das OK-Magazin schreibt dazu: “Lauter wichtige Leute hat er eingeladen. Leute,
die mit gierigem Blick auf jeden noch so kleinen Fehler achten und die darüber
entscheiden, ob die Welt Whitney danach bewundern oder bemitleiden wird. Die Proben
für den Auftritt sind eine Katastrophe. Whitney trifft die Töne nicht, verpasst ihre Einsätze,
sie krächzt. Man versucht, die Patzer wegzulächeln, und legt Whitney gönnerhaft nahe,
sich noch einmal zu sammeln und frisch zu machen, bevor die Veranstaltung losgeht.
Ihren Auftritt verlegt man kurzerhand auf das Ende der Party. Und hofft vielleicht, dass bis
dahin so viel Champagner ausgeschenkt worden ist, dass auch Whitney wieder prickelt.”
Clive Davis wollte Whitney mit diesem Auftritt sicher eine “Ehre” erweisen - doch war es
nicht vielleicht unverantwortlich, die ehemalige Pop-Königin auf dieser Veranstaltung
auftreten zu lassen, obwohl jeder in der Branche - auch und besonders ihr Mentor -
gewusst haben musste, dass Whitney musikalisch nicht mehr die “Leistung” erbringen
konnte, die von ihr trotz allem erwartet wurde ...?
Als Tocher Bobbi Kristina die schreckliche Nachricht vom Tod ihrer Mutter erfährt, bricht
sie zusammen und muß in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Frage ist, wie es nun
mit der inzwischen 19jährigen, die selbst Drogenprobleme hat, weitergehen wird.
Auch Bobby Brown soll bei der Nachricht, dass die Frau, mit der er 14 Jahre verheiratet
war und die nach eigenen Aussagen seine große Liebe, seine “Seelenverwandte”,
gewesen war, zusammengebrochen sein. So erklärte er noch im Mai 2006 der Zeitschrift
People: Wir führen eine glückliche Ehe. Wir werden füreinander einstehen, so lange wir leben.
Ich bete diese Frau an. Sie hilft mir, Gott zu finden. Ich sehe in ihre Augen, und dann sehe ich
Gott.”  Eine doch erstaunliche Aussage für einen Mann, der von der Familie, den
Freunden und Fans Whitneys oft als die Personifizierung des Teufels selbst angesehen
wurde ...
Am 19. Februar 2012 fand die Trauerfeier für die verstorbene Pop-Königin statt, bei der
Kevin Costner, ihr Freund und ehemaliger Filmpartner, eine berührende Rede hielt, in der 
er Whitney als ein “süsses Wunder” bezeichnete, siehe Details... 
Dass Whitney Houston tatsächlich eine große, außergewöhnliche Seele war, zeigte auch
die bewegende Abschiedsrede ihrer Mutter, die von mystischen Erlebnissen bei der
Geburt ihrer Tochter berichtete ...
Ihre letzte Ruhestätte wird die große Pop-Sängerin
auf dem Friedhof Fairview in Westfield, New Jersey,
neben ihrem bereits verstorbenen Vater, finden.
                  Horoskopdeutung
                            Was sagt nun das Horoskop über Whitney Houston aus? Spiegelt sich
                            darin ihre außerordentliche Begabung und ihr phänomenaler Erfolg?
                            Zeichnet sich darin aber auch ihre unglückliche Ehe und ihr „tiefer Fall“
                            ab? Und gibt es in ihrem Geburtshorsokop Hinweise, dass sie
                            tatsächlich eine große, außergewöhnliche Seele war?
Diese                   Diese Hinweise gibt es tatsächlich in ihrem Horoskop – und auch ihren
                            außergewöhnlichen Erfolg und die unglückselige Beziehung mit Bobby
                            Brown kann man klar erkennen ….  
                            So zeigt vor allem der stark aspektierte Neptun, in Verbindung zu
                            Sonne, Venus, Merkur, Mond, Jupiter, Saturn, Pluto und Chiron, dass es
                            sich hier um eine hoch entwickelte Seele handelt, die von höheren
                            Dimensionen auf die Erde gekommen ist, um mehr Licht und Liebe auf
                            diesen Planeten zu bringen.
                    Menschen mit einem stark betonten Neptun haben meist ein tiefes
         Urvertrauen und einen unerschütterlichen Glauben an das Gute, wobei sie im
Innersten davon überzeugt sind, dass es eine höhere Macht, eine göttliche Welt bzw. Gott
und Engel gibt, die über uns wachen, uns führen und beschützen.  Und meist sind diese 
Menschen auch sehr kreativ und künstlerisch begabt und haben oft die Mission, mit ihrer
göttlich-inspirierten Kunst die Seelen und Herzen der Menschen zu erheben.
Bei Whitney wird dies noch verstärkt durch die Sonne im ebenfalls sehr kreativen und
künstlerisch begabten Löwezeichen. Die Sonne bildet darüber hinaus ein großes
(Erfolgs-)Trigon mit Mond, Jupiter und dem MC (im Jupiterzeichen Schütze).  Dieses
überaus harmonische Trigon widerspiegelt unter anderem die liebevolle Beziehung zu
ihren Eltern - vor allem zu ihrer Mutter (Mond/Jupiter) - , die sie hinsichtlich ihrer
Berufung/Bestimmung (MC) in jeder Hinsicht gefördert und unterstützt hat. Whitneys
außergewöhnlicher Erfolg wird dabei vor allem auch durch Jupiter in harmonischer
Verbindung zum MC, zum Ausdruck gebracht.  
Sonne und Mond in den Feuerzeichen Löwe und Widder zeigen außerdem, dass Whitney
Houston eine echte „Power-Frau“ war. Sie hatte eine enorme Ausstrahlung und war sehr
selbstbewusst und energiegeladen, dabei aber auch sehr warmherzig, emotional, offen
und kontaktfreudig. Ihr strahlendes Wesen war quasi ihr „Markenzeichen“, was gut zu
ihrer Löwe-Sonne passt.
Gleichzeitg besaß Whitney aber auch Selbstkontrolle und Selbstdisziplin und konnte sich
beherrschen - angezeigt durch die harmonische Verbindung der Sonne zu Vesta und von
Mond/Jupiter zu Saturn. Diese Aspekte zeigen aber auch die strenge Erziehung, die
Whitney als Kind bekommen hat. Vor allem ihre Mutter hatte ihre Prinzipien, die unter
allen Umständen eingehalten werden mußten. Und bei Ungehorsam gab es schon auch
mal eine “Ohrfeige”. So erklärte Whitney in den 1980er-Jahren in einem Zeitschriften-
interview:  “Ich halte nichts davon, Kinder nicht zu züchtigen. Meine Mutter auch nicht. Manchmal
befahl sie mir etwas, und ich ging dann weg und maulte vor mich hin, und das konnte sie nicht
leiden. Dafür bekam ich oftmals eine geklebt. Heute weiß ich, dass das richtig war, und ich würde
mein eigenes Kind genauso behandeln.”
Saturn im 12. Haus in Opposition zur Sonne und im Quadat zu Neptun und Lilith zeigt
allerdings, dass Whitney durch diese sehr strenge Erziehung doch wahrscheinlich in ihrer
Entwicklung, in ihrem Selbstausdruck und Selbstvertrauen etwas gehemmt und
verunsichert wurde und auch ihre emotionalen Bedürfnisse und ihr Selbstwertgefühl
dürften darunter gelitten haben (Mond/Jupiter Quinkunx Lilith, Neptun Konj.Schwarzer
Mond, Saturn Quadrat Lilith). So war sie als Kind und Jugendliche eher schüchtern und
zurckgezogen und eine Einzelgängerin. Und sie wurde auch öfters ausgespottet und
empfand sich oft als Außenseiter (Chiron am AC in Oppostion zu Merkur/Pluto, Chiron
Quinkunx Sonne).  Man darf auch nicht vergessen, dass Whitney schon sehr früh viel Zeit
dem Singen widmen mußte - eine Zeit, die andere Kinder im gleichen Alter unbeschwert
mit Spielen und anderen kindlichen Aktivitäten verbringen konnten.
Tatsache ist, dass Whitney überaus stark unter dem Einfluss ihrer Mutter stand - und
später als junge Sängerin auch unter dem ihres Entdeckers und Mentors Clive Davis. So
verdankte sie ihren außergewöhnlichen Erfolg auch zu einem großen Teil diesen beiden
wichtigen Menschen in ihrem Leben. Doch wer oder was war sie selbst? Was wollte sie
wirklich?  Sicher wollte sie als Sängerin erfolgreich und auch berühmt sein - aber darüber
hinaus? Whitney hatte wohl nie wirklich Zeit, das herauszufinden und zu lernen, völlig
unabhängig und eigenständig zu sein und zu entscheiden - wie übrigens viele Künstler,
die bereits im Kindesalter von ihren Eltern animiert oder gezwungen werden, als Sänger
oder Schauspieler aufzutreten. Im Horoskop ist diese Identitätsschwäche und -unsicher-
heit durch die Spannungsaspekte vor allem von Neptun, in Verbindung mit Lilith, Pluto
und Chiron zu Sonne und Mond angezeigt.
War diese Identitätsschwäche vielleicht der Hauptgrund für die fatale Beziehung/Ehe mit
Bobby Brown - und vor allem auch dafür, dass sie sich nicht mehr daraus befreien konnte
und letztendlich sogar in die Drogensucht abgerutscht ist? Und war sie vielleicht deshalb
so von Bobby fasziniert, weil er sich - im Gegensatz zu ihr - alles selbst, aus eigener
Kraft,  erarbeitet hatte und genau wußte, was er wollte? Und weil er auch das tat, was er
wollte - unabhängig davon, was andere sagten?
2009 sagte Whitney in einem TV-Interview mit Talk-Legende Oprah Winfrey über Bobby:
Sie haben ja keine Ahnung, wie süß und zärtlich er sein konnte. Mehr als alles war er ein richtiger
Mann, der alles unter Kontrolle hatte. Ich mochte das, weil ich mein ganzes Leben von meinen
Leuten kontrolliert wurde. Und dann kam er. Wenn er etwas sagte, hörte ich auf ihn. Es gefiel
mir, das da jemand war, der die Kontrolle über mich hatte. Es hatte was Erfrischendes.”
Dieses starke Anlehnungsbedürfnis und die Neigung, sein Leben und sich selbst
vollkommen auf den Partner auszurichten und sich von ihm abhängig zu machen, ist auf
jeden Fall typisch für Menschen mit einem sehr stark betonten und negativ bestrahlten
Neptun. Vor allem wenn sich dieser wie bei Whitney im 8.Haus befindet und in 
Spannungsaspekten zu Sonne, Venus und dem Schwarzen Mond. Typisch ist aber auch,
dass man dabei oft glaubt, im anderen seinen “Seelenpartner” gefunden zu haben und
ohne diesen nicht mehr existieren zu können. Neptun symbolisiert in erster Linie die
göttliche, bedingungslose Liebe - eine Liebe, die also nicht nur auf körperlicher, sexueller
Anziehung beruht, sondern auf einer tiefen Verbundenheit auf Seelenebene, die über den
physischen Tod hinausreicht in die Ewigkeit. Dass sich Whitney Houston vor allem nach
einer solchen Art von Liebe sehnt - und auch fähig dazu war, eine solche zu empfinden - 
zeigen die Aspekte von Neptun zu den Liebesplaneten Venus, Mars und Eros. Allerdings
weisen die gleichzeitigen Spannungsaspekte zu Lilith, dem Schwarzen Mond, Pluto und
Chiron auch auf das Leid, die Enttäuschung, die Gewalt und die Verletzungen, die sie in
der Ehe mit Bobby Brown (auch) erfahren hat. So ist es oft typisch, dass man bei einer
solchen Planetenkonstellatlon in einer Beziehung durch “die Hölle” geht. Ebenso typisch
ist auch eine Neigung zu Suchtproblemen und zu Alkohol- und Drogenexzessen.    
 
                   
 
                 
©  2012 Elisa, alle Recht vorbehalten
   Whitney 1988 mit ihrer
          Mutter Cissy
   Whitney als junges
          Mädchen
   1988 mit ihrem ersten
    Grammy als beste
        Popsängerin
Whitney auf dem “Welcome
Home Heroes-Konzert” (1991)
Schlussszene aus dem Film "Bodyguard":
      Whitney Houston küsst ihren
       Filmpartner Kevin Costner
Whitney in
ihrer Filmrolle
als Sängerin
Rachel (1992)
 Das Glamour-Paar bei den Emmy Awards
 Whitney und Bobby mit
 Tochter Bobbi Kristina
 Whitney und ihr Mentor Clive Davis
 unten: Whitney Houston 2011 bei
 einem Live-
 Konzert 
Whitney und Bobby in Jerusalem, sie
hofften mit Hilfe der Sekte der “Schwarzen
Hebräer” von ihrer Drogensucht
loszukommen (2003)
 unten: Whitney nimmt am See Genezareth
           an einer religiösen Zeremonie teil
   Eines der letzten Bilder der Diva
   mit ihrer Tochter, aufgenommen
    kurz vor ihrem Tod
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Horoskop von Whitney Houston, geb.9.8.1963,
        20.55 Uhr, Newark, USA/New York
Whitney und Bobby 1998 bei den
MTV Awards in Los Angeles
Quellenangaben:
Zitate und Details zu Whitney Houstons Leben wurden großteils dem Buch
“Whitney Houston, Die Biographie” v.Mark Bego  (Hannibal Verlag, 2010)
entnommen; weitere Quellen: Wikipedia und div.Zeitschriftenartikel